ich bin doch nur mutter

hallo, mein name ist lou. ich bin 34 jahre alt. ich kann echt gut kochen und viele sprachen sprechen. ich bin handwerklich begabt und habe ein auge für schöne dinge. ich bin ein bisschen menschenscheu und verbringe die zeit lieber mit einem buch als mit leuten. ich kann nicht mit jedem und will auch nicht mit jedem. es gibt nur wenige personen, für die ich alles stehen und liegen lasse. mein mann steht da z.b. auf platz 0,5. ich vertrete starke meinungen und bin gnadenlos ehrlich. ich bin laut und ungerecht manchmal, mein leben kam nicht mit gebrauchsanleitung. ich finde wischi-waschi richtig scheiße, mit leuten die keine meinung haben oder mit dem strom schwimmen, sich niemals wiedersetzen, ihr leben einfach so hinnehmen und es total aufregend finden, dass ihr leben nur aus arbeit, couch und wochenende besteht, sind mir zutiefst zuwieder. ständige grübeleien anstatt einfach mal machen gehören nicht zu meiner welt, google frage ich nach dem weg, nicht nach symptomen und mich interessiert nicht, ob das wetter draußen schön oder schlecht ist. ich bin eine frau die nicht gerne klamotten shoppt, sneaker schon eher. ich investiere viel geld in lebensmittel und materialien, mit denen ich was basteln kann. ich hoffe, niemals mehr ein büro von innen sehen zu müssen und arbeite eigentlich permanent an ideen, mich irgendwie selbstständig machen zu können und bin zeitweise wirklich besessen von diesem gedanken. keine 10 pferde kriegen mich wieder in ein montag-morgen-meeting. ich habe das portrait von frida kahlo auf meinen arm tätowiert. sie macht kein freundliches gesicht. angst vor krassen entscheidungen habe ich nicht. vor schmerz auch nicht. ich weiß um meine stärken, aber auch um meine schwächen. die machen mir angst. an manchen tagen bin ich wie ein erdbeben, kurzweilig heftig und sehr zerstörerisch. so bin ich, ich weiß es. man muss das ertragen können, auch wenn ich daran arbeite, diese tage auf einige wenige zu reduzieren. aber doch komme ich da manchmal nicht aus meiner haut. ich bin ziemlich tolerant, wenn man ehrlich zu mir ist. es gibt nichts schlimmeres für mich, als das gefühl zu haben, das man mich anlügt oder mir nur die hälfte erzählt. etwas schöner aussehen zu lassen als es ist. ich bin nämlich auch nicht blöd. das leben ist nicht immer schön, da mache ich mir nichts vor. meinen körper finde ich gut. ich habe an ihm nichts auszusetzen. er ist gesund, das ist sein schönstes feature. ich denke viel nach. noch tagelang nach einem gespräch. ich schlafe über gespräche und überdenke diese und manchmal fällt mir dann tage später nochmal was dazu ein. etwas woran ich vorher nicht gedacht habe. ich liebe diesen prozess sehr. er ist wichtig für mich, meine umwelt zu verstehen, menschen die mir wichtig sind zu verstehen. ich löse probleme gerne schnell und direkt. gerne auch auf die weibliche art – mach was ich sage und dann ist doch alles gut. ich bin intolerant wenn es darum geht, daß das jemand nicht so sieht. ich habe keine zeit, erst eine halbe stunde runter zu kommen um dann das problem vielleicht zu lösen. in meiner welt ist das problem nämlich in 30 minuten exorbitant größer geworden. ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das jemals anders sehen werde. 

… achso. ja da wär noch was.

ich bin mutter. auf einen schlag, 2 kinder. jungs. auf einen schlag ist alles anders. schöner. noch viel schöner als vorher. ich bereue nichts. gar nichts. ich wollte mutter werden und war vielleicht in der herangehensweise manchmal etwas terroristisch veranlagt. die sache mit den 10 pferden war daran nicht ganz unbeteiligt. ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt kinder will, oder ob ich damit nur meinen eltern gefallen möchte. ich empfand unser leben als ziemlich super, so ohne eigene kinder. aber tief drin war mir klar, ich wäre sehr gern mutter. habe listen gemacht, was ich meinen kindern alles beibringen will. was mir wichtig ist, das sie lernen. ich bin für sie da, sorge für sie, tag und nacht. sie verlassen sich auf mich, vollkommen zu recht. meine liebe kennt keine grenze, aber ich schon. ich muss es nicht mögen, stundenlang durch die gegend zu fahren, weil es gut für die kinder ist, an die luft zu kommen. mich langweilt das und wo soll ich auch den ganzen tag hin? mich nerven andere mütter die jeden furz ihrer kinder auf dem spielplatz besprechen und mir erzählen, ob ich mich selber jetzt oder erst in 8 monaten gegen masern impfen lassen soll. die fremden mütter von „einlingen“, die sich bei mir ausheulen wie überfordert sie mit einem kind sind und im gleichen zug erzählen, was für einen affentanz sie um ihr eines kind veranstalten und man sofort erkennt, warum sie so dermaßen am rad dreht. vollkommene selbstaufgabe! ich will mir keine freundinnen machen, nur weil wir zufällig alle kinder haben. ich habe keine kinder gewollt um zu „socializen“. ich muss es auch nicht genießen, wenn beide jungs plärren und partout nicht zufriedenzustellen sind. es kommt nur selten vor, aber auch das ist kein grund für mich, es gut zu finden. ich finde diese sachen berechtigen niemand dazu anzuzweifeln, dass ich das mutterdasein nicht gut finde. nein ich will nicht zurück ins büro, aber ich werde mich nicht aufgeben, nur weil ich kinder habe. nein, auch nicht zeitweise. ich habe das recht mit meinem mann beschwippst in einer bar zu sitzen, ich koche uns auf jeden fall abendessen und ich kann auch abends um 11 noch sex haben, auch wenn ich müde bin. ich bin nicht der mutter-hanswurst der bei geburt sämtliche rechte am eigenen leben abgegeben hat. bisher bin ich sehr gut damit gefahren, mein leben weitgehendst weiter zu leben und die jungs machen dabei mit. das konzept klappt. auch wenn sich mein leben zurzeit natürlich im großteil um die jungs dreht und ich natürlich sehr viel zeit mit babypflege und versorgung und bespaßung verbringe, fühlt es sich trotzdem nicht schlecht an, wenn ich die restliche zeit für mich beanspruche und mich nicht davon abhalten lasse, zu machen was ich will. die jungs nehme ich dabei mit. ich bleibe alles was ich bin. zu recht.

während ich das schrieb gesellte sich toni zu mir. er lag neben seinem schlafenden bruder und ihm war langweilig. tipp ich halt mit einer hand weiter, na und? 

ich bin doch nur mutter

 

#12von12 – oder #einganznormalertag

vorgestern habe ich mal wieder bei der schönen aktion #12von12 mitgemacht. 12 bilder am 12. des monats. da ich ja hier nicht so oft zum bloggen komme, dafür aber umso mehr auf instagram, habe ich mal unseren alltag in 12 bildern gezeigt. was wir so machen an einem stink normalen tag, an dem die sonne scheint und wir ein kleines spazieren-geh-date haben. los gehts (mit originaltext aus instagram inkl. eventueller zusatzinfos):

ach der 12.! zeig ich euch doch mal unseren familienalltag. – wir starten mit einem schwall kinderkotze auf dem ärmel meines frischen nachthemdes. das ist jetzt in 11 wochen 4 mal passiert und #babytoni dachte sich, zeigt er sich mal von seiner besten seite und schläft direkt weiter. der andere wacht langsam auf und von draußen scheint die sonne rein. gar nicht so schlecht für den anfang. #1von12

happyserendipity-12von12-1von12

Read More

das superhelden hauptquartier

schönen montag ihr lieben. heute will ich euch endlich mal das superhelden hauptquartier zeigen, es ist ja schon lange fertig.

als wir in unser nest eingezogen sind, habe ich dieses schöne große und helle zimmer als arbeitszimmer belegt und flamingopink gestrichen. letztes jahr habe ich es aber wegen den ganzen renovierungsarbeiten im haus und dann der fehlenden lust in der freizeit noch was zu machen kaum benutzt. im grunde war es ein großes helles zimmer in dem das chaos herrschte. nachdem klar war, das wir gleich 2 helden erwarten stand für mich fest, das dies zimmer ihr neues zuhause wird und ich bin mit meinem kram nach nebenan in ein kleineres zimmer gezogen (in dem wieder das chaos herrscht, nur auf kleiner fläche…. was es nicht besser macht).

also wurde die wand gestrichen und eine kommode und ein bettchen gekauft. eigentlich sollte die wand ja schwarz werden, aber man glaubt kaum, wieviele schwarztöne es in so einem pantonefächer gibt und am ende konnte ich mich einfach nicht entscheiden. das dunkle blaugrau war dann eine super alternative, gefällt mir sogar besser.

happyserendipity-kinderzimmer-nursery-superhelden-hauptquartier

Read More

hallo und happy new year!

hach ihr lieben, ein frohes, glückliches und gesundes jahr wünsche ich euch! hoffentlich seid ihr super reingerutscht und habt es ordentlich krachen lassen!

heute möchte ich euch endlich meine 2 bauchbewohner vorstellen. das ausmaß an verknalltheit kann ich hier gar nicht zum ausdruck bringen, aber seit die helden am 19. dezember auf der welt sind, steht maddins und meine quasi still. unermesslich glücklich sind wir und können uns das dauergrinsen nicht verkneifen.

fabio und toni haben wir sie genannt und auch wenn der start ein bisschen schwer war, verbreiten sie jetzt nur freude.

fabio war wohl zuerst da. er ist ein lustiger kleiner kerl und etwas wacher als sein brüderchen. toni schläft gerne und zwar so tief und fest, das er nicht merkt, wenn fabio ihm die mütze klaut oder an seiner nase nuckelt. toni war zu beginn etwas properer als fabio, aber der holt unaufhaltsam auf und mittlerweile trennen sie nur noch wenige gramm. und jedes einzelne wird gefeiert :-) 

fabio&toni-happyserendipity

Read More

der letzte meter

es ist mal wieder viel zu früh um wach zu sein. zu früh weil ich eigentlich echt faulenzen und die stille genießen könnte, denn bald ist es mit der faulenzerei vorbei. zumindest morgens, für die nächsten paar jahre. aber wer sagt einem eigentlich, daß das mit dem kinder kriegen schon viel früher anfängt und das sie einem das leben schon viel früher echt schwer machen? 

schon für den oberen absatz hab ich mich 3 mal zurücklehnen müssen um wieder atem zu fassen, den bauch zu entlasten. klar, ich könnt mich auch auf die seite legen und mit einem finger tippen…. NOT. ich habe den zeitpunkt erreicht, an dem nichts mehr geht. rien ne va plus! ok.. es gehen doch noch 3 sachen: atmen, trinken, klöchen! alle anderen rudimentären aufgaben wie schlafen und essen gehen auch noch… aber nicht mehr reibungslos, denn schlafen findet nur noch statt wenn die erschöpfung gnadenlos über einen hineinbricht. und auch das ist dann kein spaß, denn die kugel von einer seite auf die andere wuchten ist ein kraftakt ungeahnter dimensionen. sie ist groß und schwer wie ein planet! und es passt nichts mehr rein und essen macht mit ihr einfach keinen spaß. appetit ist da, aber nach 2 löffeln ist ende gelände. und da kann ich froh sein, wenn ich nur ein satt-gefühl ernte und nicht noch eine wagenladung übelkeit. und die hände? seit monaten zu wenig zu gebrauchen, weil taub und stumpf. mein körper ist definitv in einer anderen sphäre als mein kopf! definitiv.

schwangerschaft-zwillingeimbauch-zwillinge-pregnantwithtwins

Read More