danke – ein freebie und ein hallo aus unseren kleinen welt

hallo ihr lieben! der oktober war anstrengend. die jungs lernen ständig neues zeug und entdecken die welt, klettern überall hoch und stürzen sich überall runter, blaue flecke, dicke tränen, haare raufen, das komplette brüder-programm wird hier abgezogen und ich muss mich an diese art von action erst gewöhnen. vor allem daran, ab 7 uhr morgens bis 19 uhr abends keine bis nur sehr kurze pausen zu haben. ich bin total fern- und fremdgesteuert und an den meisten tagen ist meine geduldslunte extrem kurz. gerne auch schon 4 minuten nach dem aufwachen. es ist anstrengend und man hat ja schließlich noch mehr als die kinder auf dem schirm, nicht? und wenn dann auch noch der haussegen schief hängt – au wei! ich kann euch sagen, einfach ist anders. 

an vielen tagen kann ich mich da selber nicht leiden weil ich wirklich nicht sehr ausgeglichen bin und die kinder anmotze und es mir einfach alles viel zu viel ist. mir tut alles weh von der ganzen schlepperei und jedes mal wenn ich den raum verlasse und 5 sekunden nicht zu sehen bin, gehen beide sirenen an und oft genug sitze ich dann mit den jungs auf dem boden und heule einfach mit. vor anstrengung und weil es manchmal einfach nicht anders geht. 

und in diesen momenten, wenn mir dann 4 händchen die wange streicheln und sie sofort still sind und ganz genau zuhören, wenn ich sie bitte, mir mal kurz zeit zum atmen zu geben und sie dann tatsächlich mal für die nächste halbe stunde ganz zahm sind… (komm ich mir vor wie ein vollarsch) bin ich insgeheim so dankbar, dass ich dieses leben leben darf und das wir alle gesund sind. vor allem dafür! 

happy serendipity freebie, dankeskarte zum ausdrucken

und für den november habe ich mir vorgenommen, jeden tag eine sache aufzuschreiben, für die ich dankbar bin. jeden abend. diese übung mache ich immer mal wieder – eigentlich jeden abend vor dem schlafengehen – denn sie macht einem so richtig bewußt, wie gut es einem doch eigentlich geht. wenn man sich die sachen dann aber mal so richtig vor augen hält, geht es einem nach kurzer zeit doch echt viel besser. das wird also meine november aufgabe. macht ihr mit?

das heutige freebie für uns ist daher eine kleine dankeskarte. die könnt ihr herunterladen, ausschneiden und für eure dankbarkeits-liste verwenden, oder sie an liebe menschen weitergeben, die ein dickes dankeschön mal verdient haben. die hebamme oder die putzhilfe vielleicht? oder dem großen geschwisterkind? es gibt so viele menschen die es verdient haben. 

bin gespannt wie ich den november überstehe und im dezember steht ja schon der 1. geburtstag an. die zeit vergeht so krass schnell und daher versuche ich auch mal, die zeit mehr zu genießen. das wird nicht ganz so einfach, aber ich bin optimistisch. jeder tag startet neu und man muss die feste feiern wie sie fallen :-) alles wird gut!

habt viel spaß mit der karte! wir hören uns bald wieder!

xo, lou

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barbara puchta fotografie

vor einigen monaten schon hatten wir ganz besonderen besuch. ich habe barbara puchtas über eine freundin auf facebook entdeckt und war eigentlich direkt ziemlich angetan von ihren fotos. barbara fotografiert den familiären alltag und kam einen ganzen nachmittag zu uns nach hause und hat mich mit den zwillingen wunderschön eingefangen.

ich war ja maximal aufgeregt an dem morgen. noch nie hat mich jemand so lange fotografieren wollen. is klar – sowas passiert ja auch nicht alle tage. aber ich war froh das es nicht so ein poser-ding sein sollte und ich habe mich darauf verlassen, dass ich im alltag nicht ganz so dämlich rüber komme, wie ich mir manchmal auf fotos vorkomme.

barbara puchta fotografie, familien fotoshooting, familien session mit fotografin barbara puchta

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die letzte baustelle ist fertig – das arbeitszimmer – und shoplove

heut mal was ganz anderes. jetzt wohnen wir schon 2 jahre in unserem nest und dieses vermaledeite arbeitszimmer ist dann jetzt schon so, dass ich es tatsächlich auch zum arbeiten nutzen will! ganz wichtig – WILL. ich bin voller tatendrang was das leben ohne büro angeht und bin aber im kopf nicht flexibel genug, das in einem umfeld zu machen, in dem ich ständig denke „scheiße, musst mal wieder aufräumen bevor du jetzt anfängst!“ denn der zustand war katastrophal. siehe hier – da war ich zwar gerade am aufräumen für den umbau, aber ganz ehrlich, viel anders sah es sonst auch nie aus. vielleicht minus dem wäschekorb… ätzend

mein neues arbeitszimmer

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ich bin doch nur mutter

hallo, mein name ist lou. ich bin 34 jahre alt. ich kann echt gut kochen und viele sprachen sprechen. ich bin handwerklich begabt und habe ein auge für schöne dinge. ich bin ein bisschen menschenscheu und verbringe die zeit lieber mit einem buch als mit leuten. ich kann nicht mit jedem und will auch nicht mit jedem. es gibt nur wenige personen, für die ich alles stehen und liegen lasse. mein mann steht da z.b. auf platz 0,5. ich vertrete starke meinungen und bin gnadenlos ehrlich. ich bin laut und ungerecht manchmal, mein leben kam nicht mit gebrauchsanleitung. ich finde wischi-waschi richtig scheiße, mit leuten die keine meinung haben oder mit dem strom schwimmen, sich niemals wiedersetzen, ihr leben einfach so hinnehmen und es total aufregend finden, dass ihr leben nur aus arbeit, couch und wochenende besteht, sind mir zutiefst zuwieder. ständige grübeleien anstatt einfach mal machen gehören nicht zu meiner welt, google frage ich nach dem weg, nicht nach symptomen und mich interessiert nicht, ob das wetter draußen schön oder schlecht ist. ich bin eine frau die nicht gerne klamotten shoppt, sneaker schon eher. ich investiere viel geld in lebensmittel und materialien, mit denen ich was basteln kann. ich hoffe, niemals mehr ein büro von innen sehen zu müssen und arbeite eigentlich permanent an ideen, mich irgendwie selbstständig machen zu können und bin zeitweise wirklich besessen von diesem gedanken. keine 10 pferde kriegen mich wieder in ein montag-morgen-meeting. ich habe das portrait von frida kahlo auf meinen arm tätowiert. sie macht kein freundliches gesicht. angst vor krassen entscheidungen habe ich nicht. vor schmerz auch nicht. ich weiß um meine stärken, aber auch um meine schwächen. die machen mir angst. an manchen tagen bin ich wie ein erdbeben, kurzweilig heftig und sehr zerstörerisch. so bin ich, ich weiß es. man muss das ertragen können, auch wenn ich daran arbeite, diese tage auf einige wenige zu reduzieren. aber doch komme ich da manchmal nicht aus meiner haut. ich bin ziemlich tolerant, wenn man ehrlich zu mir ist. es gibt nichts schlimmeres für mich, als das gefühl zu haben, das man mich anlügt oder mir nur die hälfte erzählt. etwas schöner aussehen zu lassen als es ist. ich bin nämlich auch nicht blöd. das leben ist nicht immer schön, da mache ich mir nichts vor. meinen körper finde ich gut. ich habe an ihm nichts auszusetzen. er ist gesund, das ist sein schönstes feature. ich denke viel nach. noch tagelang nach einem gespräch. ich schlafe über gespräche und überdenke diese und manchmal fällt mir dann tage später nochmal was dazu ein. etwas woran ich vorher nicht gedacht habe. ich liebe diesen prozess sehr. er ist wichtig für mich, meine umwelt zu verstehen, menschen die mir wichtig sind zu verstehen. ich löse probleme gerne schnell und direkt. gerne auch auf die weibliche art – mach was ich sage und dann ist doch alles gut. ich bin intolerant wenn es darum geht, daß das jemand nicht so sieht. ich habe keine zeit, erst eine halbe stunde runter zu kommen um dann das problem vielleicht zu lösen. in meiner welt ist das problem nämlich in 30 minuten exorbitant größer geworden. ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das jemals anders sehen werde. 

… achso. ja da wär noch was.

ich bin mutter. auf einen schlag, 2 kinder. jungs. auf einen schlag ist alles anders. schöner. noch viel schöner als vorher. ich bereue nichts. gar nichts. ich wollte mutter werden und war vielleicht in der herangehensweise manchmal etwas terroristisch veranlagt. die sache mit den 10 pferden war daran nicht ganz unbeteiligt. ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt kinder will, oder ob ich damit nur meinen eltern gefallen möchte. ich empfand unser leben als ziemlich super, so ohne eigene kinder. aber tief drin war mir klar, ich wäre sehr gern mutter. habe listen gemacht, was ich meinen kindern alles beibringen will. was mir wichtig ist, das sie lernen. ich bin für sie da, sorge für sie, tag und nacht. sie verlassen sich auf mich, vollkommen zu recht. meine liebe kennt keine grenze, aber ich schon. ich muss es nicht mögen, stundenlang durch die gegend zu fahren, weil es gut für die kinder ist, an die luft zu kommen. mich langweilt das und wo soll ich auch den ganzen tag hin? mich nerven andere mütter die jeden furz ihrer kinder auf dem spielplatz besprechen und mir erzählen, ob ich mich selber jetzt oder erst in 8 monaten gegen masern impfen lassen soll. die fremden mütter von „einlingen“, die sich bei mir ausheulen wie überfordert sie mit einem kind sind und im gleichen zug erzählen, was für einen affentanz sie um ihr eines kind veranstalten und man sofort erkennt, warum sie so dermaßen am rad dreht. vollkommene selbstaufgabe! ich will mir keine freundinnen machen, nur weil wir zufällig alle kinder haben. ich habe keine kinder gewollt um zu „socializen“. ich muss es auch nicht genießen, wenn beide jungs plärren und partout nicht zufriedenzustellen sind. es kommt nur selten vor, aber auch das ist kein grund für mich, es gut zu finden. ich finde diese sachen berechtigen niemand dazu anzuzweifeln, dass ich das mutterdasein nicht gut finde. nein ich will nicht zurück ins büro, aber ich werde mich nicht aufgeben, nur weil ich kinder habe. nein, auch nicht zeitweise. ich habe das recht mit meinem mann beschwippst in einer bar zu sitzen, ich koche uns auf jeden fall abendessen und ich kann auch abends um 11 noch sex haben, auch wenn ich müde bin. ich bin nicht der mutter-hanswurst der bei geburt sämtliche rechte am eigenen leben abgegeben hat. bisher bin ich sehr gut damit gefahren, mein leben weitgehendst weiter zu leben und die jungs machen dabei mit. das konzept klappt. auch wenn sich mein leben zurzeit natürlich im großteil um die jungs dreht und ich natürlich sehr viel zeit mit babypflege und versorgung und bespaßung verbringe, fühlt es sich trotzdem nicht schlecht an, wenn ich die restliche zeit für mich beanspruche und mich nicht davon abhalten lasse, zu machen was ich will. die jungs nehme ich dabei mit. ich bleibe alles was ich bin. zu recht.

während ich das schrieb gesellte sich toni zu mir. er lag neben seinem schlafenden bruder und ihm war langweilig. tipp ich halt mit einer hand weiter, na und? 

ich bin doch nur mutter

 

#12von12 – oder #einganznormalertag

vorgestern habe ich mal wieder bei der schönen aktion #12von12 mitgemacht. 12 bilder am 12. des monats. da ich ja hier nicht so oft zum bloggen komme, dafür aber umso mehr auf instagram, habe ich mal unseren alltag in 12 bildern gezeigt. was wir so machen an einem stink normalen tag, an dem die sonne scheint und wir ein kleines spazieren-geh-date haben. los gehts (mit originaltext aus instagram inkl. eventueller zusatzinfos):

ach der 12.! zeig ich euch doch mal unseren familienalltag. – wir starten mit einem schwall kinderkotze auf dem ärmel meines frischen nachthemdes. das ist jetzt in 11 wochen 4 mal passiert und #babytoni dachte sich, zeigt er sich mal von seiner besten seite und schläft direkt weiter. der andere wacht langsam auf und von draußen scheint die sonne rein. gar nicht so schlecht für den anfang. #1von12

happyserendipity-12von12-1von12

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