das erste beton projekt – ein vasen diy

mein papa ist maurer und hat uns damals in den 80ern in italien ein haus gebaut. entsprechend war der spielplatz meiner kindheit oft der familiäre rohbau und die großen betonkübel ließen mein kleines kinderherz vor aufregung schnell pochen. lockenkopf meets beton ist eine denkbar schlechte kombination aber wenn papi mich in den kübel tunkte und wieder raushob… ich liebte das! die friese ging drauf damals, aber hauptsache ich hatte spaß! 

30 jahre später mag ich beton immernoch sehr. der geruch erweckt erinnerungen an heiße sommer und 50 schattierungen von grau sind mir die allerliebsten farben. warum ich jetzt erst auf die idee kam mit beton zu basteln, weiß der geier. sieht man es doch überall und kann es an vielen orten kaufen. aber manchmal braucht es eine weile. hab ich doch erst das letzte jahr genug gebaut… 

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johanna war toll und hat mir auf ihren donnerstäglichen raubzügen vom flohmarkt ein paar reagenzgläser mitgebracht. daraus habe ich dann die denkbar einfachste betonvase gemacht. 

man nehme:
3 kilo zement
1 milchkarton (die von landliebe sind quadratisch gut)
reagenzgläser (hier 6 stck)

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ich habe den beton vorher nicht abgewogen oder so. ich habe eine menge in die schüssel rein, wasser pö a pö eingemischt, bis die masse cremig war. dann habe ich so lange zement und wasser hinzugefügt bis ich der meinung war, das die milchpackung voll genug wird. volltreffer beim ersten streich! die packung ist ca. 14 cm hoch. die reagenzgläser habe ich dann nach und nach in den beton gegeben und dabei gelernt, das hohles glas wieder nach oben schwappt, wenn man es nicht beschwert.

also habe ich schnell ein bisschen sand in die röhrchen gefüllt und während der betonklotz trocknete habe ich ein schweres buch auf die röhrchen gelegt, damit sie unten bleiben beim trocknen. das hat ganz prima geklappt.

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ich hatte keine vorstellung wie lange sowas trocknen muss, aber nach 2 tagen habe ich mal im arbeitszimmer geschaut wie’s ausschaut und merkte, das alles fest und hart ist. schnell den karton abgepiddelt und sie war einfach wunderschön – die vase! 

in die reagenzgläser bekommt man keine unmengen an wasser, demnach ist die vase jetzt nicht geeignet für blumen, die wirklich viel davon brauchen. aber das tolle ist, daß durch die 6 verschiedenen öffnungen ganz vielseitige bouquets erstellt werden können. ein paar blätter, blüten, trockenblumen… alles ist möglich. ein ganz herrliches projekt war das! 

 habt einen super dienstag!