Selbst wenn man Hefe bekommt, backe ich selten damit. Dafür habe ich immer einen Würfel eingefroren und damit komme ich LANGE aus. Das wir also den Pizzateig mit Lievito Madre machen ist ganz klar. Traditionell wird er ja auch genau so gemacht und was schon immer in der Pizzeria funktioniert, klappt auch hervorragend zuhause!

Ein guter Pizzateig ist eine ganz emotionale und subjektive Geschichte. Die einen mögen ihn hauchdünn, die anderen hefig-dick. Der Rand sollte knuspern und der Belag darf den Teig nicht aufweichen… Jeder hat da einen anderen Geschmack und so wie ich euch den Pizzateig mit Lievito Madre heute vorstelle, ist eventuell auch komplett neu für euch! Aber ich kann euch versprechen, ihr werdet ihn lieben!

Auf Instagram habe ich euch vor ein paar Wochen live mitgenommen, die Story dazu findet ihr im Highlight PIZZA PARTY! (im Moment an 3. Stelle).

Damit ihr das Rezept für den Pizzateig mit Lievito Madre aber schnell zur Hand habt, schreibe ich es euch hier einmal rasch runter!!

Happy Serendipity - Rezept für Pizzateig mit Lievito Madre

Rezept für den Pizzateig mit Lievito Madre

Dieses Rezept ergibt 6 kleine Pizzen oder 2 Bleche

  • 70 g Lievito Madre Ansatz zimmerwarm
  • 70 g Mehl (Typ 00 oder 405er Weizen, im Handel gern auch Pizzamehl oder Spätzlemehl genannt.)
  • 40 g Wasser

Diese Zutaten vermischen, in ein Glas geben und 2-3 Stunden stehen lassen.

  • 600 g Mehl (wieder Typ 00 oder Weizen 405…)
  • 420 g lauwarmes Wasser

Direkt nach dem Ansatz vom Lievito auch diese Zutaten vermischen und in einer Schüssel so lange gehen lassen, bis der Lievito fertig ist (also 2-3 h).

Anschließend den Lievito mit dem Teig und 1 EL Salz vermischen und gut durchkneten. In einer Schüssel lagern, mit Wachstuch (oder Klarsichtfolie) abdecken und am besten über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Nachmittag die Schüssel aus dem Kühlschrank holen und den Teig auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Am Backtag

Teig in so viele gleiche Teile teilen, die man braucht. In der Story habe ich 4 x 230 g und 2 kleinere Größen gewählt, aber das kann jeder entscheiden. Man kann aus der Menge Teig 2 Bleche machen.

Den Ofen nun auf maximal mögliche Temperatur vorheizen (300 Grad). Wer einen Pizzastein hat, muss der natürlich mit aufheizen!

Nach dem Abteilen die Teiglinge nochmal rund schleifen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.

Anschließend mit den Händen (NICHT mit dem Nudelholz) ausbreiten und den Fingern flach drücken. Mit kalter Tomatensoße bestreichen und 2-3 Minuten im Ofen vorbacken. Das Vorbacken macht die Pizza besonders knusprig!

Tipp: Wer eine Grillfunktion im Ofen hat, kann die super nutzen. Dann wird die Pizza super kross!

Anschließend die Pizza ZUERST mit dem Käse belegen und anschließend die weiteren Beläge hinzufügen und nochmals 3-4 Minuten backen.

ACHTUNG: diese Zeitangaben gelten für kleine Pizzen (also wenn man den gesamten Teig 6x teilt). Wer größere Exemplare macht, passt bitte die Zeit an. Da muss man einfach drauf schauen.

Pizzateig mit Lievito Madre - Rezept

Die kleinen Pizzen waren hier ein voller Erfolg! Die Jungs waren beleidigt, daß ich ihnen keinen Thunfisch auf getan hatte und haben das dann noch nachgeholt. Mais und Zwiebeln und Mozzarella kommt hier super an, Schinken, Salami etc – also die klassischen Beläge, gehen natürlich auch. Da kann sich jeder austoben wie er mag!

Rezept für Pizzateig mit Lievito Madre von Happy Serendipity

Ich kann euch nur empfehlen, den Pizzateig mit Lievito Madre mal zu probieren. Es gibt Menschen, die wollen danach keine Hefe mehr nutzen :-)

Macht es euch wunderschön! Happy Weekend!

xoxo, Lou

P.s. Wer noch keinen Lievito hat, der setzt ihn natürlich direkt mal an und backt die Pizza dann nächstes Wochenende! :-))

Mein Equipment fürs Pizzabacken

Den Pizzastein haben wir schon seit knapp 10 Jahren. Der sieht jetzt aus wie Sau, aber der ist wirklich gold wert! Und das Mehl gibt es bei uns tatsächlich im Supermarkt zu kaufen. Die San Marzano Tomaten sind IMMER einen Kauf wert. WENN Dosentomaten, dann San Marzano!!

8 Comments

  1. Hey, hast du schon mal Pizza mit Dinkelmehl probiert? Mein Kind darf leider kein Weizen essen… LG!

    • Hi, nein ich habe das noch nicht ausprobiert, aber das müsste eigentlich kein Problem darstellen. Vielleicht da mit etwas weniger Wasser experimentieren und immer schluckweise mehr hinzufügen.
      xoxo, Lou

  2. Liebe Lou!
    Weil deine Pizzen so gut aussehen und ich grade total deinen Rezepten und Anleitungen erlegen bin, wollte ich die Pizzen natürlich auch probieren.
    Bei der Anleitung auf INSTA hast du den Teig bevor er in den Kühlschrank geht noch mit Öl “behandelt”. Welchen Unterschied macht das aus? Denn hier steht nix vom Öl…
    Ich habe den Teig direkt ohne Backpapier auf dem Pizzastein backen wollen. Ein Desaster. ERst wollte die Pizza nicht vom Blech auf den Stein gleiten und dann nicht wieder runter. Obwohl der Stein echt lange vorgeheizt war, ist der Teig festgebappt und konnte nur noch runtergekratzt werden. Der Restteig am Stein ist dann “abgefackelt”. Geht das Backen ohne Backpapier auf dem Stein gar nicht? Den restlichen Teig haben wir mit Papier gebacken… das Ergebnis war eher mässig und mit deinen Leckerteilen nicht zu vergleichen. Irgendwas is da schief gelaufen. ABER ich gebe nicht auf und probiere das sicherlich nochmal, wenn die Enttäuschung von heute verdaut ist…
    Bis dahin backe ich wieder 3…4…5 deiner Brote. Die werden bestimmt wieder SAULECKER.
    Liebe Grüße Katrin

    • Hallo Katrin, ja das mit dem fest bappen ist mir dann auch noch passiert. Da muss man wirklich mit ordentlich Semola oder Reismehl gegensteuern. Wenn du auf der Schippe ordentlich Mehl hast, so daß der Teigling gut runterrutschen kann, dann klebt er auch nicht mehr auf dem Pizzastein. :-)

  3. Liebe Lou!
    Deine Pizzen sehen so lekkkkkker aus, hmmmm, Auf welcher Schiene backst du die Pizzen?
    Liebe Grüße Katrin

  4. Hallo Lou,

    Kann man zuviel hergestellten Pizzateig einfrieren? Wie würdest du ihn für 2-3 Tage aufbewahren??

    Viele Grüße
    Anne

    • Hi Anne,
      also den Teig kannst du auch 2 Tage im Kühlschrank lassen, bevor du ihn backst. Wenn du ihn einfrieren willst, dann musst du ihn fertig gehen lassen, dann in Bällchen teilen und diese dann auf einem Blech kurz separat anfrieren lassen und dann kannst du immer ein paar zusammen einfrieren. So kannst du sie dann portionsweise entnehmen und bearbeiten.

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